Deutsches Ärzteblatt 06.01.2010 Deutschland – Die Techniker Krankenkasse (TK) rät dazu, Piercings in der Nase, am Auge, am Ohr oder am Bauchnabel bei Temperaturen unter null Grad herauszunehmen. Sonst drohten ...
Erfrierungen und Unterkühlungen sind in unserer heutigen Zeit eher seltene Krankheitsbilder. Eine Unterkühlung ist durch die Herabsetzung der Körperkerntemperatur charakterisiert. Dabei kommt es zur Kreislaufzentralisation mit nachfolgender Minderdurchblutung der Akren (distale Körperteile wie Finger, Zehen, Hände, Füße, Nase). Diese können bei entsprechender Kälteexposition einen lokalen Erfrierungsschaden aufweisen. Dieser lässt sich in drei Schweregrade einteilen und ist bis auf wenige Ausnahmen gut behandelbar. Im schlimmsten Fall droht eine Amputation, was jedoch sehr selten vorkommt. Im Extremfall führt die Unterkühlung über...
Erste Hilfe bei Erfrierungen. Erfrorene Körperteile dürfen nicht massiert und auch nicht mit Schnee abgerieben werden. Da bei wiederholtem Einfrieren und Auftauen starke Gewebeschäden entstehen können, mit dem Aufwärmen erst an einem warmen Ort beginnen: Zu enge Kleidung lockern, nasse Kleidung ausziehen. Die betroffenen Stellen entweder mit trockenen, warmen Händen oder mit warmem (nicht heißem) Wasser erwärmen. Sind die Füße erfroren, keinesfalls umhergehen, sondern die Füße hochlagern und zudecken. Durch heiße Getränke den Körper insgesamt wärmen. Keinen Alkohol trinken! Bei stärkeren Erfrierungen so schnell wie möglich ins Krankenhaus. Das Erwärmen dauert...
Wenn Kälte anhaltend auf ungeschützte Stellen wie Finger, Zehen, Nase, Ohren oder Wangen einwirkt, kommt es zu Gewebeschädigungen der Haut und der tiefer liegenden Schichten.
Sie können ohne Veränderungen wieder abheilen oder, je nach Schweregrad, den Verlust von Gewebeteilen zur Folge haben (z.B. den Verlust einer Zehe nach Erfrierungen im Hochgebirge)...
Was sind die Anzeichen einer Unterkühlung? Je nach Schweregrad der Unterkühlung verändern sich die Symptome: Erregungsstadium bei einer leichten Unterkühlung (Körperkerntemperatur 34-37°C): Das Kind ist unruhig, zittert und spricht undeutlich. Die Haut wird blass, an Händen und Füßen bläulich. Der Herzschlag wird schneller, die Atmung vertieft sich. Erschöpfungsstadium bei einer mittelschweren Unterkühlung (Körperkerntemperatur 30-34°C): Das Kind wird teilnahmslos und starr. Die Haut verfärbt sich bläulich-gräulich. Herzschlag und Atmung werden langsamer. Lähmungsstadium bei einer schweren...
Unterkühlung: Sie tritt durch Kälteeinwirkung auf den gesamten Körper ein. Es besteht die Gefahr, dass die Körpertemperatur unter 30°C absinkt und dadurch ein Kreislaufstillstand eintritt. Der Körper versucht, dies durch eine verminderte Durchblutung der Haut sowie der Arme und Beine zu verhindern.
Schock, nasse Kleidung, körperliche Anstrengung, aber auch zu wenig Bewegung sowie ein schlechter Allgemeinzustand können die Gefahr verstärken. Ebenso wirken sich Vergiftungen sowie Alkohol und andere Drogen negativ aus, weil dadurch die Blutgefäße geweitet werden, was die Unterkühlung noch beschleunigt...
Unterkühlungen entstehen bei Kindern viel schneller als bei Erwachsenen. Besonders Säuglinge können noch nicht durch Zittern Wärme erzeugen. Eine Unterkühlung entsteht leicht durch feuchte Kleidung bei kalter Witterung.
Sie erkennen eine Unterkühlung am sichersten, indem Sie die Körpertemperatur rektal (im Po) messen. Zeichen der Unterkühlung sind Blässe oder Blauverfärbung der Haut, bei älteren Kindern Kältegefühl und Kältezittern. Eine Körpertemperatur von weniger als 36°C im Po gemessen ist auf jeden Fall kontrollbedürftig.
Erfrierungen sind örtlich begrenzte Kälteschäden als Folge mangelnder Durchblutung eines Körperteils (z.B. abschnürende Schuhe, fehlerhaftes Angurten in Tragegestellen). Die betroffene Hautpartie ist weiß und fühlt sich deutlich kalt an...
Wärmeregulation des Menschen: Der Mensch braucht als Warmblüter eine konstante Körpertemperatur, da die chemischen Umbauprozesse seines Organismus nur in engen Grenzen funktionieren. Von der Stoffwechselenergie fallen ca. 75% als Wärme (d.h. Abfallprodukt) an, der Rest wird in Ruhe hauptsächlich durch die inneren Organe benötigt, bei Arbeit von der Muskulatur. Zur Wärmeregulation dient hauptsächlich die Haut, vor allem die der Extremitäten, da Arme und Beine eine große Oberfläche und damit eine gute Kühlfunktion haben. Bei Hitze wird durch eine...
(Seminararbeit) Wenn der menschliche Körper längere Zeit niedrigen Temperaturen ausgesetzt ist und die Körpertemperatur dabei unter 37°C sinkt, erhöht der Körper nicht nur die Wärmeproduktion, sondern reduziert auch die Wärmeabgabe. Dabei haben die Extremitäten wegen ihrer großen Oberfläche eine wichtige thermische Regulationsfunktion. Der Kältereiz führt zu einer Zusammenziehung der peripheren Blutgefäße (Vasokonstriktion) und somit zur Drosselung der Blutzufuhr, das Blut versorgt dann primär den Körperstamm. Dieser Prozess ist ein wirksamer Selbstschutz für den Gesamtorganismus, wobei jedoch lokale Erfrierungen...
Synonyme: Congelatio; Kälteschädigung; Dermatitis congelationis
Erfrierungen werden je nach Schwere in vier Grade eingeteilt wird:
* Erfrierung 1. Grades: blasse Hautfarbe, Schwellung der Hautpartie, Schmerzen
* Erfrierung 2. Grades: blau-rote Hautfarbe, Blasenbildung
* Erfrierung 3. Grades: beinahe schmerzfreies Absterben des Gewebes
* Erfrierung 4. Grades: totale Vereisung...
Die Erfrierung ist eine Gewebsschädigung durch Kälte. Sie kann sich auf umschriebene Körperareale beschränken (örtliche Erfrierung) oder den ganzen Organismus betreffen. Für die Überlebenswahrscheinlichkeit und den Heilungsverlauf sind entscheidend sind das Ausmaß der Abkühlung...
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Synonyme im weiteren Sinne: Erfrierungen und Unterkühlungen; Hypothermie; Congelatio
häufige Rechtschreibfehler: Erfrirungen; Unterkülungen
Seite zuletzt geändert am: 06.08.2010, Seite erstellt am: 07.01.2005 |