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Rot-Grün-Blindheit (oder Rot-Grün-Schwäche) ist eine geschlechtsgebundene vererbbare Farbsehstörung, eine meist angeborene Störung des Farbensehens. Nach Ausprägung und Schweregrad der Störung unterscheidet man * Rotschwäche (Protanomalie) und * Rotblindheit (Protanopie) sowie * Grünschwäche (Deuteranomalie) und * Grünblindheit (Deuteranopie). Ursache ist das Fehlen von bestimmten Bestandteilen (Zapfen) in der Netzhaut des Auges, so dass die Betroffenen Rot und Grün nicht richtig oder gar nicht erkennen...
kommt relativ selten vor, nur 0,01 % der Bevölkerung ist hiervon betroffen. Farbenfehlsichtig sind aber immerhin 8 % aller Männer und 0,4 % aller Frauen. Bei Grünblindheit werden die Farben Grün mit Gelb und Braun mit Rot verwechselt. Bei Rotschwäche wird Grün als Grau wahrgenommen. Diese Einschränkung kann zu Fehlentscheidungen führen, z. B. bei farbig gestalteten Informationen auf...
Was man gemeinhin als Farbenblindheit bezeichnet, ist eigentlich eine Farbfehlsichtigkeit. Das heißt, dass bestimmte oder alle Farben abgeschwächt oder gar nicht gesehen werden. Meist handelt es sich um Schwächen oder gänzliches Fehlen der Grün- und/oder Rotwahrnehmung, nur in seltenen Fällen kommt eine Blau-Gelb-Schwäche vor...
Beim größten Teil der Farbfehlsichtigen - den sogenannten anomalen Trichromaten - sind alle drei Zapfenarten vorhanden, jedoch ist der spektrale Empfindlichkeitsbereich einer Zapfensorte verschoben. Bei der in dem nebenstehenden Diagramm dargestellten Fehlsichtigkeit ist z.B. die Kurve der Rotrezeptoren zur Kurve der Grünrezeptoren hin verschoben (Rotschwäche). Insgesamt stellt die anomale Trichromasie nur eine geringe Einschränkung...
Die Begriffe Rot-Grün-Sehschwäche und Rot-Grün-Blindheit sind die wissenschaftlichen Fachtermini für über 99% der Farbfehlsichtigkeiten, die umgangssprachlich als Farbenblindheit bezeichnet werden. Die Betroffenen können hierbei die Farben Rot und Grün schlechter als Normalsichtige unterscheiden. Hervorgerufen wird diese Behinderung durch Veränderungen der Aminosäuresequenz in den Sehpigment-Proteinen (Opsin) der entsprechenden Zapfen der Netzhaut, die aus der Veränderung der Gensequenz des entsprechenden Opsins resultiert...
Synonyme im weiteren Sinne: Farbenfehlsichtigkeit; Farbsehstörungen
Seite zuletzt geändert am: 09.04.2010, Seite erstellt am: 12.06.2007 |